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Pauschalbesteuerung in der Schweiz 2024: Voraussetzungen und Praxis

Kantonale Steuerdokumente

Die Schweiz zieht seit jeher vermögende Persönlichkeiten aus aller Welt an. Eines der stärksten steuerlichen Instrumente für Zuzügler ist die sogenannte Aufwandsbesteuerung (umgangssprachlich Pauschalbesteuerung). Wir beleuchten die wichtigsten Kriterien für das Jahr 2024.

1. Wer qualifiziert sich für die Pauschalsteuer?

Die Bedingungen zur Gewährung einer Aufwandsbesteuerung sind im Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) sowie den kantonalen Steuergesetzen harmonisiert geregelt:

  • Keine Schweizer Staatsbürgerschaft: Der Bewerber darf kein Schweizer Bürger sein (Doppelbürger sind ausgeschlossen).
  • Keine Erwerbstätigkeit: Es darf keinerlei Erwerbstätigkeit innerhalb der Schweiz ausgeübt werden. Einkünfte aus ausländischen Quellen oder passive Kapitalerträge in der Schweiz sind unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.
  • Neuer steuerlicher Wohnsitz: Der Antragsteller muss erstmals oder nach mindestens zehnjähriger Abwesenheit einen steuerlichen Wohnsitz in der Schweiz begründen.

2. Wie berechnet sich die Steuerhöhe?

Im Gegensatz zur regulären Einkommens- und Vermögensbesteuerung bildet nicht das tatsächliche weltweite Einkommen die Bemessungsgrundlage. Stattdessen wird der jährliche Lebensaufwand des Steuerzahlers und seiner Familie als Basis herangezogen. Als Untergrenze (Mindestbemessung) gelten gesetzlich verankerte Werte:

  • Direkte Bundessteuer: Das steuerbare Einkommen muss mindestens das Siebenfache des jährlichen Mietzinses (oder des Eigenmietwertes des Wohneigentums) betragen. Zudem gilt ein absoluter Mindestbetrag von derzeit CHF 400'000.
  • Kantonale Steuern: Viele Kantone haben eigene gesetzliche Untergrenzen festgesetzt, die meist zwischen CHF 250'000 und CHF 600'000 steuerbarem Aufwand liegen.

3. Die Kontrollrechnung (Modifizierte Pauschalsteuer)

Die tatsächliche Steuerlast ermittelt sich aus der sogenannten Kontrollrechnung. Dabei wird die auf den Lebensaufwand berechnete Steuer mit den Steuern verglichen, die auf bestimmte schweizerische Einkunftsquellen (z.B. Erträge aus Schweizer Liegenschaften, Dividenden Schweizer Gesellschaften) anfallen würden. Die Steuer schuldet den höheren der beiden Beträge.

Fazit & Empfehlung

Die Pauschalbesteuerung bietet erhebliche finanzielle Planbarkeit und Schutz vor übermässiger Bürokratie. Da die Verhandlungen mit den Steuerämtern Fingerspitzengefühl und profunde Kenntnisse erfordern, ist eine professionelle Vorbereitung unerlässlich.

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